Heimat sind wir alle

Unter diesem Motto feiern die Gemeinden St. Andreas und Maria Verkündigung den Caritassonntag am 17. September in der St.-Andreaskirche.

 Nach dem Gottesdienst um 9.00 Uhr in St. Andreas sind alle Gottesdienstbesucher zu einer "langen Tafel der Begegnung" vor der Kirche eingeladen. Die Mitarbeiter der Caritas und unsere Fellows werden über ihre Arbeit berichten.

Alle Menschen aus Lampertheim sind dazu eingeladen an der Tafel Platz zu nehmen und ihre mitgebrachten Speisen (Fingerfood) miteinander zu teilen.

Doch was hat es mit diesem Thema auf sich?

Unsere Stadt Lampertheim ist eine lebendige Stadt.

Es leben viele unterschiedliche Menschen hier. 

Alte und junge, sportliche und musische Menschen. Lampertheimer Urgesteine, deren Vorfahren schon immer hier lebten. Junge Familien, die hierher ziehen, weil sie hier Arbeit finden und gut leben können. Menschen, die vor vielen Jahren aus unseren Nachbarländern zugewandert sind und Menschen, die aus großer Not zu uns geflüchtet sind.

Menschen, die Hilfe benötigen und Menschen, die gerne etwas für andere tun.

All diese ganz verschiedenen Menschen verbringen miteinander Zeit an Ihrem Arbeitsplatz, in der Schule oder beim Sport. Wir begegnen Ihnen beim Einkaufen, beim Arzt und in unserer Nachbarschaft. Viele kennen sich, aber viele sind sich auch fremd.

Dennoch sind wir miteinander verbunden, denn gemeinsam sind wir Heimat.

Heimat ist ein typisch deutsches Wort. Menschen verbinden damit ganz unterschiedliche Erinnerungen oder Erfahrungen. Die einen denken an Orte, Regionen oder ein Land. Andere erinnern sich an einen Geruch, ein besonderes Fest oder an die Beziehung zu einem bestimmten Menschen. Eines gilt jedoch immer: Heimat steht für ganz persönliche Empfindungen. 

Wir lieben unsere Heimat, Menschen die von weit her zu uns gekommen sind, trauern um ihre Heimat. Vielleicht können wir mit diesen Menschen unsere Heimat teilen. 

Die Kampagne der Caritas „Gemeinsam sind wir Heimat“, lädt uns dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und darüber nachzudenken, wie es Menschen geht, die auf tragische Weise ihre Heimat und viele Verwandte und Freunde verloren haben und wie wir Ihnen ein freundliches Gesicht zeigen können.

Der Präsident des Caritasverbandes, Prälat Dr. Peter Neher schreibt: „Heimat wird nicht geschützt oder bewahrt, indem man Grenzen zieht. Heimat gehört einem nicht einfach, nur weil man in einem Land geboren wurde. Heimat kann man geschenkt bekommen, Heimat kann man erwerben, Heimat kann man teilen. Heimat, das sind die Menschen, die sich begegnen. Heimat, das sind wir mit unseren Fähigkeiten und Talenten, unseren Träumen, Wünschen und Ängsten. Heimat entsteht, lebt und kann wachsen, indem wir unsere Sprache, unsere Kultur, unser Land teilen – nur „Zusammen sind wir Heimat.“ 

Lassen Sie uns gemeinsam miteinander Zeit verbringen und ein Stück Heimat miteinander teilen: unsere Fröhlichkeit, unsere Gastfreundschaft und – ganz praktisch - unsere mitgebrachten Speisen.

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen!