Eidechse behindert Umbau

„Die Pläne sind seit Monaten fertig, die Gemeinde wartet darauf, dass der Garten endlich als pastoraler Ort nutzbar wird“, erklärt Pfr. Fleckenstein.

Nach der Fertigstellung des Pfarrhauses im Februar sollten nun eigentlich die Arbeiten im Pfarrgarten beginnen. 

Nun wurde jedoch bei einer Begehung, die vom Aussterben bedrohte Mauereidechse (lat. Podarcis muralis) entdeckt. „Es handelt sich um eine Population von etwa 60 Tieren. In dieser Größenordnung müssen wir schnellstens tätig werden“, so Pfarrer Fleckenstein.

Ein geeignetes Ausweichgebiet für die bedrohte Art wurde vom Amt für Landwirtschaft- und Naturschutz in Zusammenarbeit mit der Abteilung Landschaftsplanung der Stadt Lampertheim bereits gefunden. Es befindet sich im sogenannten Reliktwald Lampertheim, östlich der A67. Dort wurde bereits mit Natursteinen eine artgerechte Umgebung geschaffen, in der sich die Mauereidechsen wohlfühlen werden.

Für das Einfangen und den Transport der Eidechsen sucht die Pfarrei St. Andreas noch freiwillige Helfer. In den nächsten Tagen, jeweils zwischen 9.00 und 15.00 Uhr werden die Tiere gesucht und in ihr neues Domizil umgesiedelt. Wer helfen möchte, möge bitte einen Eimer mitbringen und sich vorher im Pfarrbüro melden.

„Die Schöpfung liegt uns als christliche Gemeinde natürlich besonders am Herzen, und wir werden alles tun, damit es den Tieren am neuen Platz gut geht“ betont Pfarrer Fleckenstein und ruft alle Lampertheimer dazu auf:

„Bitte helfen Sie uns dabei, die göttliche Schöpfung zu bewahren. Allen Helfern schon heute ein herzliches vergelts Gott.“