Fronleichnam

Am zweiten Donnerstag nach Pfingsten wird Fronleichnam gefeiert. In unseren Lampertheimer Gemeinden mit Prozession und einem "Tag der Begegnung".

Aber was wird denn mit diesem besonderen Fest - 60 Tage nach Ostern - gefeiert? Kein anderes Fest entfaltet so viel Schmuck in den Straßen bei der traditionellen Prozession von einer katholischen Kirche zur anderen. In diesem Jahr von St. Andreas nach Mariä Verkündigung.

Das Fest erinnert an das letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Der Name bedeutet "Leid des Herrn" und im Mittelpunkt des Feiertages steht die Eucharistie, also die Umwandlung von Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Zurück geht die Tradition auf die Vision einer Augustinerchorfrau - Juliane von Lüttich - im Jahr 1209. Einen dunklen Fleck im Mond sah sie während des Gebets und dieses Symbol wurde als ein fehlendes Fest zur Verehrung der Hostie gedeutet. Im Jahr 1264 wurde das Fest zum kirchlichen Feiertag erhoben.

Die Prozessionen, die in vielen Städten stattfinden, zeigen den Leib Christi in Form der heiligen Hostie öffentlich in den Straßen und dient dazu den Glauben ganz öffentlich zu bezeugen.

In Lampertheim gibt es diese Tradition der Prozession ebenfalls schon sehr lange, neu allerdings in diesem Jahr: Der Beginn der Feierlichkeiten rund eine Stunde später und am Ende der Prozession gab es kein zweites Hochamt.

Bis zum letzten Platz gefüllt war die St. Andreaskirche, wo morgens das Hochamt gefeiert wurde. Direkt im Anschluss daran setzte sich die Prozession in Bewegung. Auch dabei: Messdiener, die Pfadfinder St. Georg und die Kommunionkinder in ihrer Festkleidung. Musikalisch gestaltet wurde die Prozession vom katholischen Kirchenmusikverein und dem Kirchenchor.

Bei strahlendem Sonnenschein und schon fast hochsommerlichen Temperaturen wurde Station an drei aufgebauten Altären gemacht: Schillerschule, St.-Marienkrankenhaus und das Haus Will in der Neuen Schulstraße. Diese Stationen sind stellvertretend für Schule und Ausbildung, für Gesundheit und die Menschen der Stadt gewählt. Im Gebet wurde auch an diejenigen gedacht, die Hunger leiden, auf der Flucht sind oder in Krisengebieten leben. Zuletzt wurde das Allerheiligste mit einem wundervollen großen Teppich im Eingangsbereich der Kirche Mariä Verkündigung empfangen.

Zum Abschluss dankte Pfarrer Fleckenstein allen Helfern und Unterstützern in den Vorbereitungen und auch den Helfern bei dem sich anschließenden Gemeindefest: dem "Tag der Begegnung".

Dieser fand im Pfarrgarten der Gemeinde Mariä Verkündigung statt. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Margarete Hoffmann begrüßte die Gäste und lud ein, einen schönen Tag im "größten Biergarten" Lampertheims zu verbringen. Dieses Angebot wurde auch rege genutzt. Immerhin war für Speis und Trank gut gesorgt: Gegrilltes, Salate, Pommes und eine große Kuchen- und Tortenauswahl ließen niemanden hungrig nach Hause gehen.

Das Rahmenprogramm wurde von einer Tombola mit tollen Gewinnen, Liedern des MGV 1840 und dem Repertoire des Katholischen Kirchenmusikverein gestaltet. Bei den Pfadfindern gab es leckeres Stockbrot und auch der Stand mit erfrischenden Smoothies fand reißenden Absatz. Birgit Ruoff rundete das Angebot mit ihrem Angebot des "Eine-Welt-Ladens" ab. Am Nachmittag sorgten dann die "Tornschlappe" für Stimmung und ließen den Tag ausklingen.