Zusammengewachsen

In St. Andreas wurde der Martinstag mit einer Premiere begangen: Gemeinde und Kindertagesstätte feierten das Fest des Heiligen gemeinsam.

Denn was zusammengehört, wächst zusammen, daher startete pünktlich um 18 Uhr eine kleine Andacht in der St.-Andreaskirche. Die normalerweise stattfindende Vorabendmesse entfiel, umso mehr freute sich Pfarrer Fleckenstein bei seiner Begrüßung über die vollen Kirchenbänke mit lauter jungen und sehr jungen Menschen. Zunächst wurden erst einmal alle Laternen eingeschaltet und als es dann auch noch mucksmäuschenstill war in der Kirche, wurde das Licht ausgeschaltet. Tolle Laternen sah man da - hell erleuchtet. 

Bevor es dann nach draußen ging, wurde die Geschichte des Heiligen Martin mit einem kleinen Anspiel erklärt. Nachdem der römische Legionär Martin (gespielt von Nico Hahl) mit allem ausgestattet war, was ein Soldat so braucht (Pferd, Schwert, Helm und Mantel), las Gemeindereferentin Birgit Bongiorno die Geschichte zu Martin vor. Und so kam es am Schluß, daß Martin seinen Mantel mit einem Bettler (gespielt von Linus Backes) teilte. 

Unterstützt vom Familienchor unter der Leitung von Wolfgang Becker wurden die Martinslieder alle kräftig mitgesungen und so ging es danach hinaus. Leider hatte mittlerweile Regen eingesetzt, doch niemand wollte schon nach Hause. Denn die Besucher waren nicht nur mit der obligatorischen Laterne ausgestattet, auch Regenschirm und Regencape gehörten zur Ausrüstung. Und so setzte sich der Zug angeführt vom Heiligen Martin auf einem Pferd (Vielen Dank an Michaela Geyer) und dem Katholischen Kirchenmusikverein in Bewegung. Gut gesichert waren die Straßen und Kreuzungen von der Feuerwehr Lampertheim.

Nach einer großen Runde und einigen Martinsliedern klang der Abend am, von den St.Georgspfadfindern entzündeten, Martinsfeuer aus. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt: Mit heißem Glühwein und Punsch von den Messdienern, sowie Würstchen und Waffeln vom Elternbeirat der Kindertagesstätte Pater Alfred Delp.

Trotz Regenwetters stand man noch eine ganze Weile beisammen, konnte sich unterhalten und am Feuer wärmen.